Historie
Die Geburt der Plakatspielereien
1999 probierten Jonas Anderhub und Christof Wolfisberg ihre Plakatidee zum ersten Mal aus: Mit starrer Mine und dunklen Anzügen stellten sie sich auf die Strasse und hielten ein A4-Blatt mit der Aufschrift "Hier gibt es nichts zu sehen" vor sich hin. Diese kleine, unauffällige Aktion stiftete bei den Passanten erhebliche Verwirrung. Gibt es hier wirklich nichts zu sehen? Eigentlich nicht – ausser weiteren Plakaten: "Gehen Sie weiter, hier gibt es wirklich nichts zu sehen." Im Verlauf der Performance versuchten sie immer aggressiver ihr Publikum wegzuschicken: "Wir könnten eine Sekte sein !" Umso heftiger sie die Fussgänger davon überzeugen wollten, sie nicht zu beachten, desto grösser wurde ihr Publikum! Da wussten sie: eine Idee war geboren. Das Blättern von beschrifteten Plakaten. Eine im Zeitalter von sms und chat-rooms absurd-einfache aber verblüffend faszinierende Kommunikationsform.
Die Plakate werden gross
Als sie 1999 den Auftrag bekamen, die Stanser Musiktage zu moderieren, nahm das Projekt OHNE ROLF ganz neue Dimensionen an: Um mit ihren absurden Kalauern, schrägen Wortverdrehungen und pointierten Dialogen ein grosses Publikum zu erreichen, benutzten sie zum ersten Mal Weltformat-Plakate. Die stillen Moderatoren an den lauten Musiktagen begeisterten und wurden gleich für zwei weitere Jahre engagiert. Seither haben OHNE ROLF ihre eigene Kommunikationsform konsequent weiterentwickelt und ihr Programm jeweils den spezifischen Anlässen angepasst. So engagierte sie beispielsweise der Stanser Gemeinderat, um die Gemeindeversammlung auf ihre plakative humorvolle Art zu veranschaulichen. Genauso hat sich OHNE ROLF in Yverdon am "Einfall Zentralschweiz" vor grossem Publikum expo.niert. Es folgte ein Auftritte mit dem Kurzprogramm auf SF 1 bei Comedy im Casino sowie unzählige weitere Kurzauftritte in der ganzen Schweiz.
OHNE ROLF wird abendfüllend
Nachdem beide im Jahr 2003 ihre Theaterausbildung beendet und bereits einige Erfahrung mit (Klein-) Theaterproduktionen gemacht haben, verwendeten sie ihre ganze Kraft darauf, ein eigenes abendfüllendes Programm zu entwickeln. Sie tüfteln nach zusätzlichen theatralen Elementen, die die Kommunikations- und Plakatspielereien ergänzen können. Daraus entsteht „Blattrand“.
OHNE ROLF: "Blattrand" – erlesene Komik
Kurz nach der Première (April 2004 im Kleintheater Luzern) wurde OHNE ROLF für Ihr Stück "Blattrand" mit dem "SurPriX", dem Schweizer Innovationspreis ausgezeichnet – es folgen mehrere weitere Auszeichnungen. "Blattrand" begeistert Theater-, Comedy- und Kabarettfans gleichermassen. Die „Neue Zürcher Zeitung“ feierte „OHNE ROLF“ als "Die Schweizer Kleinkunstentdeckung am Zürcher Theaterspektakel" und die „Bonner Rundschau“ schrieb: “Das Publikum im Pantheon-Theater erlebte die originellste, sympatischste und abgedrehteste Mischung aus absurdem Theater und philosophischem Kabarett, die zur Zeit auf deutschen Kleinkunstbühnen zu sehen ist.” Bis 2010 wurde das Stück ca. 400 mal aufgeführt.
OHNE ROLF erhält Nachwuchs: „Schreibhals“
2008 blättert das junge Schweizer Duo ein Kapitel weiter: OHNE ROLF erhält Nachwuchs - ein kleiner Schreibhals kommt zu Wort! Das zweite Programm „Schreibhals“ verspricht lauter Stummsinn, und der alltägliche Papierkram erhält urkomische, überraschende Dimensionen. Gelacht wird zwischen den Zeilen, und das Auge hört mit.
OHNE ROLF blättert weiter
Für April 2012 ist die Première des dritten abendfüllenden Stücks geplant.
